Dorfgeschichte

Unser Dorf Hüllstede heißt auf Plattdeutsch: Hüls oder Hülls. Hüllstede ist nach Erkenntnissen der Siedlungsforschung mindestens 1000 Jahre alt und hat heute etwa 500 Einwohner. Der Dorfname Hüllstede soll bedeuten: „Stätte der Hülsen“ (= Stätte des Ilex). Schriftlich wurde Hüllstede erstmals im Jahr 1378 in einem Kaufvertrag erwähnt.

Über Jahrhunderte hinweg bis in die 1950er Jahre war Hüllstede ein Bauerndorf mit den traditionellen Handwerksberufen sowie mit Gastwirtschaften, „Kolonialwarenhandlung“ und einer Dorfschule.

Seit 1950 hat sich ein einschneidender Wandel vollzogen: Früher zu unserem Dorf gehörende Bauernhöfe und landwirtschaftlich genutzte Flächen sind dem Neubaugebiet Westerstede-Hüllstede gewichen, das heute zur Stadt Westerstede gehört (Bereich südlich der Autobahn).

Das Kernland landwirtschaftlicher Nutzung war früher der Hüllsteder Esch (westlich der Ammerlandallee). Der Esch wurde seit den 1960er Jahren nach und nach als Gewerbegebiet erschlossen; seit 1997 wurden auch östlich der Ammerlandallee Gewerbebetriebe angesiedelt.

Zwei Landwirte in Hüllstederfeld und an der Neuen Straße (südlich der Autobahn) bewirtschaften ihre Höfe noch im Vollerwerb. Viele ehemalige Bauern, insbesondere in Hüllstederfeld, haben ihre Ländereien in Baumschulflächen umgewandelt.

Ein großer Teil unserer Hüllsteder Einwohner arbeitet in Westerstede, in Gewerbebetrieben auf den Hüllsteder Esch oder in einer unserer Baumschulen. Unsere Schulkinder besuchen seit Schließung der Dorfschule im Jahre 1969 die Schulzentren der Stadt Westerstede und die Grundschule im Nachbardorf Gießelhorst. Hüllsteder Kinder im Vorschulalter besuchen die Kindergärten in Westerstede, Gießelhorst und Linswege.

Ausführlich haben wir die Geschichte unseres Dorfes in einem Buch dargestellt:

„Hüllstede – Ein Dorf im Ammerland – Chronik“  (Westerstede 2004).

Interessierte können noch wenige Restexemplare erwerben: Bitte wenden Sie sich an den Ortsbürgerverein Hüllstede e.V.